wissenswertes - effektive Yogapraxis

hier möchte ich dir zwei Wege verraten, wie du die Wirksamkeit deiner Yogapraxis erhöhen kannst.

 

1. DIE VOLLE TEILNAHME

bereits vor langer Zeit entdeckte die Neurowissenschaft, dass unser Gehirn zwischen unseren Gedanken und der Realität nicht unterscheiden kann. Kurz gesagt: unsere Schaltzentrale, das Gehirn, setzt Prozesse im Körper in Gang auf der Basis von unseren Gedanken. Ganz unabhängig davon, was im Außen geschieht. Unsere Gedanken sind für unser Gehirn und somit den ganzen Körper die Realität.

Es stellte sich heraus, dass körperliche Übungen ohne die richtigen Gedanken sehr wenig zur Wirkung bzw. Entwicklung des Körpers leisten und dass eine sehr leichte Übung, wenn sie nur durchaus vom Geist geleitet und begleitet wird, tatsächlich den ganzen Körper umschaffen kann.

Was heißt das in der Praxis: Während du übst, fokussiere dich zu hundert Prozent auf dich. Halte den Blick zum Boden oder wenn möglich die Augen geschlossen, um Ablenkungen von Außen zu vermeiden. Versuche den Anleitungen zu folgen, ohne sie unbedingt sehen zu müssen. Nutze deine Vorstellungskraft und sehe das, was du körperlich tust auch vor deinem inneren Auge, also stelle es dir vor wie du gerade die jeweilige Übung ausführst. Beziehe auch den Atem mit ein, in dem du ihn gedanklich verfolgst.

Wenn du durch deine Gedanken abgelenkt wirst, komm einfach ohne gedankliche Umwege sofort zurück zum Beobachtermodus. 

 

2. DEINE GRENZE

Im Yoga werden viele Dehnübungen ausgeführt. Der Muskel gibt nach, lässt sich dehnen und wird wieder flexibel, wenn er entspannt ist und wenn ihm vom Organismus keine Gefahr signalisiert wird. Das heißt, wenn du über deine Grenze gehst

-die Grenze endet da, wo der Schmerz anfängt-, dann bekommt der Muskel das Signal "Gefahr" und macht zu. Es passiert nichts, außer dass du deinen Körper unnötig in eine Stresssituation gebracht hast. Respektiere deine Grenze und gehe nicht über das angenehme Dehngefühl hinaus. Es bringt einfach nichts.

Erst wenn dein Muskel sich sicher fühlt, das heißt: du bist entspannt, dein Atem ist tief und ruhig, öffnet sich die Muskulatur und die Flexibilität wird von Mal zu Mal gesteigert.

Natürlich kannst und sollst du die Dehnung intensivieren, aber wirklich nur so weit, solange du entspannt dabei bleiben kannst. 

 

Anders verhält es sich bei der Kräftigung der Muskeln. Hier darfst du ruhig über deine Grenze gehen und dort so lange es geht bleiben. So bekommt der Muskel einen Reiz, an den er sich immer wieder anpasst und so stärker wird.